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Montag, 3. April 2017

Das erste DATE mit meinem NEUEN (Arbeitsvermittler) und sein Angebot

Hey Freunde - während ich noch Post* von meinem Ex-Arbeitsvermittler, dem liebevollen und einfühlsamen "Selbständigenflüsterer" Herrn L. erwarte, habe ich inzwischen schon meinen NEUEN kennengelernt .

Gestern, am 3. April, war ich bei ihm, und abschließend nach einem GESPRÄCH machte er mir dieses ANGEBOT:




(EGV-ENTWURF)








Na was sagt Ihr dazu?
Ist das nicht total süß (*Ironie off*)?

Beachtet die Rechtsfolgenbelehrung (wegen Pflichtverstoß (Bescheid vom) jetzt gleich 60%...
 
DIE EGV hat Herr M. am Ende des NICHT ÜBER DEREN INHALT ODER RAHMEN geführten Gespräches mir gedruckt und über den Tisch geschoben. Natürlich habe ich sie MITGENOMMEN und nicht unterschrieben (vor Ort). 

Am 24. 04. 2017 soll sie STARTEN, wenn ich sie am 13. 03. 2017 zurückgegeben habe (mit meinen Anmerkungen)

Dass das so festgelegt wurde, geschah durch meine/unsere Hinweise darauf.


Ich muss sagen, Herr M. hat im Gegensatz zu Herrn L. eine "eher dem Marktstandard" entsprechende Freundlichkeits-APP installiert und verfügt über Manieren (=Beistände mit reinlassen, auch wenn einer auf dem Boden sitzt aus organisatorischen Gründen und diese auch zu Wort kommen lassen), die ich bei Herrn L. nicht beoabachten konnte...

Doch was Herr L. zumindest im Gespräch in seiner Wut äußerte, versucht Herr M. mir als mein großes Glück zu verkaufen...

ich werde im Laufe der Zeit hier und im laufenden Jobcentertagebuch weiter berichten von dem Date und von seinen Angeboten.

Schreibt mir in die Komentare, was IHR schönes mit dem Angebot machen würdet, dass meiner Ansicht nach den EGV-VA meines Herrn L. noch in den Schatten stellt.


*Thema "er sanktioniert mich, er sanktioniert mich nicht..".
(das ist ENTSCHIEDEN am 08.04.2017>>)

-Akutalisierung: Wissenschaftliche Dienste des Bundestages über Auswirkungen von Sanktionen>>

weiteres zum Verlauf bei mir>>


Hier ein paar Eindrücke vom Treffen am 03.04. 2017


Ich wurde ohne Rechtrsfolgenbelehrung eingeladen - hätte also kein Meldeversäumnis kassiert, wenn ich einfach nicht hingekommen wäre.

Herr M. war sehr höflich, hat auch meine Begleitungen (=Beistand bestehend aus 2 Menschen) nicht nach Ausweisen gefragt. Einer der beiden Begleiter setzte sich auf den Boden und machte einige Notizen.

 Meine Selbständigkeit hat er mehr oder minder IGNORIERT als "Nebentätigkeit" - um die er sich nicht kümmern müsse, "das könne ich doch viel besser".  

--> ich bekam auch einen Gutschein für einen PRIVATEN ARBEITSVERMITTLER (wobei ich vorschlug, mich da selbst einzusetzen, aber andere brauchen auch Geld)


Herr M. wurde von mir un einem der Begleiter mehrfach und umfassend über das Konzept des ZWANGS aufgeklärt, das er unterschwellig und abwiegelnd wie selbstverständlich durchreichte.

Dabei sagte er "ich will von Ihnen aber, dass Sie wollen" - den Widerspruch zwischen ZWANG und FREIWILLIGKEIT, die man nicht erzwingen kann, versuchte er wegzudrücken.

Seine Vermittlungsvorschläge und sein EGV-Angebot enthalten bereits 60% Sanktionsdrohung.

Ich sprach die aktuelle 30% Sanktion an und erkundigte mich nach einer weiteren  - die Stellungnahme des AV (Herrn L.) läge schon vor, er öffnete sie aber nicht und teilte mir auch nicht auf NAchfrage das Ergebnis mit. 
Statt dessen: "wir wollen doch jetzt aber mal nach vorn schauen."

Eine Bewerbung ist auch WERBUNG und da DÜRFE man nicht die Wahrheit sagen, damit anderen einen eben nehmen. "Sie wollen den Job."

Er hat gesagt, ich dürfe die Worte "MUSS" und "SANKTION" nicht in einer Bewerbung verwenden (die er alle vorgelegt haben möchte) - er hat auch durchblicken lassen, dass er mich zum LÜGEN zwingen will (bzw. durch das GESETZ gezwungen ist, mich zu zwingen), andererseits brachte er Aussagen wie: "hier wird keiner gezwungen. Sagen Sie mir einfach, wenn eine Stelle nicht zu Ihnen passt, nennen Sie mir die Gründe." - dass man dann aber schon dafür sanktioniert werden kann,  mussten wir ihm sagen und er konnte es nicht leugnen.

"Sie bewerben sich doch nicht für MICH, sondern für SICH." (so reden Lehrer manipulativ mit Kindern, wenn sie diese nur dürftig begeistern können - nur wo Kindern selbst um Unterstützung bitten und wo sie für ihre Alternativideen zum Unterricht nicht BESTRAFT werden, wäre so eine Aussage angebracht!).

Irrtum, Her M., wenn Sie mich zwingen, bewerbe ich mich für SIE, bzw. in erster Linie zur ABWENDUNG einer Sanktion von Ihnen - meine intrinsische Motivation ist dann zweitrangig! Ob sie zufällig damit d'accord geht, spielt keine Rolle, wenn der ZWANG im Raum steht!
  
Er sagte dazu, dass das alles egal sei, solange ich GELD VERDIENE, denn es sei meine Pflicht, Geld zu verdienen. Ich wies ihn beständig auf systemische Schieflage hin, fragte aber auch gezielt, was er mir denn anzubieten gedenke, um es abzukürzen.

Wir hatten die Idee, ihm alle Bewerbungen, erstmal die Zuweisungsschreiben und später auch die Eigenbemühungen an ihn VORAB zu schicken, ob er sie genehmigt.

Herr M. möchte die Bewerbungen aber erst "hinterher begutachten" und daraus "Erkenntnisse für weitere Bewerbungen ziehen".

Dass ich in der Bewerbung auf die "Marktkonformitätsüberprüfung durch den AV" hinweisen würde, erklärte Herr M. gleich als "möglichen Sanktionsgrund".
-->Er möchte versteckt und verschwiegen werden - der Zwang, der von ihm ausgeht, soll nicht genannt werden.
Dazu gibt es ein sehr schönes Foto von (m)einem Mund, das schon vor 2 Jahren angefertigt wurde.










 
"Es gibt Regeln, an die müssen wir uns halten.
Ich weiß, das Thema ist in KARLSRUHE. Dort wird es ja hoffentlich dieses Jahr entschieden. Aber BIS DAHIN MÜSSEN WIR HIER WEITERMACHEN."

Wir sprachen anlässlich Regeln auch über ROTE AMPELN. Sinngemäß:
Herr M.: "Gehen Sie über rote Ampeln?"
FriGGa: "Ja, das kommt öfter vor."
Herr M.: "Dann gefährden Sie sich."
FriGGa: "Nein, ich gehe nur wenn keine Gefahr durch den Verkehr droht. Die einzige Gefahr wäre mich einem Ordnungswidrigkeitsverfahren auszusetzen, das letztlich Leute auch ins Gefängnis bringt."
Herr M.: "Wir haben aber Regeln, an die wir uns halten müssen."
 [Anm.: RECHTSPOSITIVISMUS]
Ich erzählte mein dazu passendes Lieblingsbeispiel aus der Bibel: "der Mensch ist nicht für das Gesetz, sondern das Gesetz für uns Menschen gemacht."

"Hier am Tisch sprechen wir nicht über Politik."

"Aber Sanktionen SIND Politik."
"Nein, das ist Exekutive. Die Gesetzgebung ist Politik und damit sind Sie hier beim falschen Ansprechpartner. Ändern Sie das anderswo."
"Exekutive ist auch Politik, sie erfüllt Gesetze und damit den Willen der Gesetzgeber. Außerdem ist hier im Haus die Gewaltenteilung aufgehoben, ich werde von einem AV angeklagt, gerichtet und das Urteil vollstreckt..."
"Aber dafür gibt es doch Gerichte. Schreiben Sie alles, klagen Sie, was immer Sie wollen, aber erst nachdem Sie diesen Raum hier verlassen haben - hier können wir das nicht klären, sondern müssen Sie in Arbeit bringen."

Diese Aussagen widersprachen natürlich den Zwangs- und SCHWEIGEauflagen, die mir zum Zwang erteilt wurden.

Herr M. tadelte nicht mein Grinsen (oder das meines Beistandes) sondern lächelte gleichfalls fast die ganze Zeit.

Er fragte im Gespräch, ob ich mich schon im Jobcenter beworben hätte.
Ich sagte ja, aber auf höheren Ebenen, am Wochenende gerade bei SCHEELE.
[Anm.: Detlef Scheele ist der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit.]
Erst wusste Herr M nicht, wer das war, dann aber lachte er und fragte mich nach dem Bewerbungsschreiben, das ich ihm während der Sitzung gleich zumailte.

Hier meine BESTE Bewerbungsaktivität>>
alle aus Wahlkreis 83 (Berlin Prenzl.Berg Ost/Kreuzberg/Friedrichshain) können mir dabei helfen ;-) und alle aus Berlin Mitte meinem Kumpel ;-)

Kommentare:

  1. https://www.facebook.com/photo.php?fbid=3982337720597&set=a.3982267438840.2176707.1345338641&type=3&theater

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  2. "Aber dafür gibt es doch Gerichte. Schreiben Sie alles, klagen Sie, was immer Sie wollen, aber erst nachdem Sie diesen Raum hier verlassen haben - [...]"
    Jeder, der das so sagt und danach handelt, macht sich eben doch - und das in vollem Bewußtsein - mit-schuldig.

    Wir müssen uns nur daran erinnern, was - zumindest nach der bekannten Geschichtsschreibung - den 'Mitläufern', den 'kleinen Nummern' quasi, in der SS, Wehrmacht und wie sie alle hießen, gesagt wurde, WEIL sie eben nichts 'dagegen' unternommen haben.

    Ganz ehrlich: WAS ist heute anders?

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  3. AHa. ..hast du dir mal Punkt 8 Kündigung angeschaut.

    Schon wieder eine Schein-möglichkeit.
    Weil die Begründung mal wieder der Willkür des S-bearbeiters unterliegT. LG N.

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    1. genau, wenn man kündigt, bekommt man vermutlich einen EGV-VA gleichen Inhalts ;-)

      Dass sie es so machen, ist das eine. Dass sie so tun, als würden sie es nicht KAPIEREN, als bestünde kein Zwang, das verärgert... "es besteht doch kein Zwang... nein nein... aber wenn sie das mitteilen, dass das Jobcenter die Bewerung vorab kontrolliert hat, dann könnte es dafür eine Sanktion geben...."

      Die UNGÜLTIGKEIT einer EGV (per VA) wird von den Gerichten gern nicht festgestellt, solange man keine Sanktion hat... dann aber, wenn die Sanktionen Schlagzeilen machen oder noch viel später, ist fast immer die (ungültige) EGV oder ein Formalismus darin schuld, dass sie gerichtlich aufgehoben werden Jahre später...

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    2. Es gibt auch Leute, die schreiben sogar Kündigungsschreiben auf Eingliederungsvereinbarungen, die als Verwaltungsakt erlassen worden sind ...

      Erwerbsloser schockt Pfarrer im Beichtstuhl in Altona

      Soeben erreicht mich die E-Mail eines Erwerbslosen, der nach der gestrigen Sonntagsmorgenandacht folgende Beichte bei seinem Beichtvater abgegeben haben will.

      Und hier die Beichte :

      Beichtvater : „Komm rein mein Sohn und nehme Platz mein Sohn!“

      Erwerbsloser : „Ja, Vater.“

      Beichtvater : „Was hast Du auf dem Herzen mein Sohn?“

      Erwerbsloser : „Oh Herr, ich habe gekündigt!“

      Beichtvater : „Was hast Du gekündigt mein Sohn?“

      Erwerbsloser : „Die Eingliederungsvereinbarung, die Freitag per Verwaltungsakt vom Jobcenter kam.“

      Beichtvater : „Warum hast Du das gemacht mein Sohn?“

      Erwerbsloser : „Das Jobcenter wollte mich in eine sinnlose Beschäftigungsmaßnahme stecken, Vater.“

      Beichtvater : „In was für eine Beschäftigungsmaßnahme mein Sohn?“

      Erwerbsloser : „Ich sollte für sechs Monate in Vollzeit in eine Übungsfirma in Hamburg mit Waren aus Plastik und so tun, als ob ich arbeite, Vater.“

      Beichtvater : „Ich weiß mein Sohn!“

      Erwerbsloser : „Woher weißt Du das Vater?“

      Beichtvater : „Der Herr sieht alles mein Sohn, hast Du das vergessen, mein Sohn?“

      Erwerbsloser : „Nein Vater“.

      Beichtvater : „Du bist heute nicht der Erste deswegen mein Sohn.“

      Erwerbsloser : „Vater kannst Du mir meine Sünden vergeben?“

      Beichtvater : „Nein, mein Sohn ich kann Dir keine Sünden vergeben, die Du nicht begangen hast.“

      Erwerbsloser : „Was machen wir denn jetzt Vater?“

      Beichtvater : „Geh nun mein Sohn, denn gleich kommen die Mitarbeiter des Jobcenters und des Sozialgerichtes zur Beichte. Mehr darf ich Dir nicht sagen mein Sohn. Geh, und Leb´ wohl mein Sohn.“

      Erwerbsloser : „Ja Vater, leb´ auch wohl Vater!“

      Erwerbsloser schockt Pfarrer im Beichtstuhl in Altona
      https://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/24/erwerbsloser-schockt-pfarrer-im-beichtstuhl-in-altona/

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    3. Glaub ich nicht, dass Jobcenter-Mitarbeiter beichten gehen!
      Beichten können nur Menschen mit schlechtem Gewissen.
      Und Gewissen wird diesen Jobcenter-Mitarbeitern systemisch ausgetrieben (bzw. in schach gehalten) - wie wir alle doch langsam verstanden haben, oder !?

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  4. Dieser Vertrag besteht rein aus Textbausteinen und soll für den Erhalt des Arbeitsplatzes des Jobcenters Mitarbeiter sorgen ,nichts anders. Reinen Scheinvertrag macht man hier einen Vetrag mit dem Träger der im SGB 2 § 15 genannt wird oder mit dem Jobcenter ? im welchen Auftrag handelt denn nun der SB des JC ? Zitat JC SB : Herr M.: "Wir haben aber Regeln, an die wir uns halten müssen."
    Herr M vergisst das er sich an Regel halten mußt und das bedeutet Bescheide auszustellen ,das die Existenz gesichert ist und zwar unveräußerlich wie das Bverfg am 09.02.2010 1 Bvl 1 /09 schon geurteilt hat . Mündliche Absprachen haben in einen Vertrag mitreingenommen zu werden .... Der JC hat hier keine Pflichten sondern nur der SGB Bedürftige .. Sowas nicht unterrschreiben .Va abwarten und dann zum Gericht .... Feststellungsklage einreichen ,wo ein Vertrag nicht eingegangen wird von der Bedürftigen können sie auch nicht sanktionieren ,wenn sie das tun ist es Zwang und mit dem GG nicht vereinbar .Keiner kann gezwungen werden sittenwidrige Verträge zu unterzeichnen .Vertragfreiheit gilt immer noch .

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  5. Bevor es zum nächsten Fallmanager geht, würde ich mich erstmal beim alten Fallmanager adäquat bedanken. Und zwar, wie folgt:

    Erwerbsloser übersendet Arbeitszeugnis per FAX an seinen Fallmanager

    Sehr geehrter Herr Fallmanager,

    Sie bestanden beim letzten persönlichen Gespräch auf ein Arbeitszeugnis, welches ich Ihnen gerne austelle und vorab per FAX übersende.

    Mit freundlichen Grüßen
    -Der Aufgewachte-

    Anlage : Arbeitszeugnis



    A R B E I T S Z E U G N I S

    Herr Fallmanager arbeitete während meiner Arbeitslosigkeit vom 27.05.1991 bis zum 15.06.2015 in Vollzeit, um mich in eine Erwerbstätigkeit als Industriekaufmann zu vermitteln.

    Während der ersten zehn Jahre meiner Erwerbslosigkeit zeigte er Verständnis für seine Arbeit und meine Arbeitslosigkeit. Er war stets tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.

    In dem zweiten Jahrzehnt meiner Erwerbslosigkeit zeigte er reges Interesse an seiner Arbeit, meine Langzeitarbeitslosigkeit zu beenden. Stets hatte er Gelegenheit, die ihm übertragenen Aufgaben zu erledigen.

    Ich lernte ihn als umgänglichen Kollegen kennen, denn er stellte überdurchschnittlich oft Leistungskürzungen per Sanktionsbescheide aus, die allesamt von den Sozialgerichten wieder aufgehoben werden mußten.

    Durch seine gesellige Art hat er entscheidend zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen und bewies später für meine Belange doch noch ein gutes Einfühlungsvermögen.

    Da ich am 04.04.2017 einen neuen Fallmanager gewonnen habe, endet unsere Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung fristlos und ich wünsche ihm für die Zukunft, insbesondere auch Erfolg, nur alles erdenklich Gute.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erwerbsloser übersendet Arbeitszeugnis per FAX an seine Fallmanagerin
    https://aufgewachter.wordpress.com/2015/06/16/erwerbsloser-ubersendet-arbeitszeugnis-per-fax-an-seine-fallmanagerin/

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    1. ja, sehr witzig ;-)
      Genau diese Art selbstbewusster Humor sollte Standard sein!

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    2. ja, dann laßt uns Humor zum Standard machen und in jedes Schreiben mit einfliessen ...

      Erwerbsloser vermeidet für Hartz-IV Empfänger nicht angemessene Wohnraum-Temperatur durch Kauf von Klima-Anlage mit 2.600 Watt

      Jobcenter Berlin Mitte
      -Abteilung für Grundsicherung-
      z. Hd.: Frau Müller
      Müllerstraße 16

      13353 Berlin



      Betrifft : Mein Guthaben aus der „Haushaltsenergie“ nach § 22 Abs. 1 SGB II und mein Guthaben aus den Mietnebenkosten- und der Heizkostenabrechnung nach § 44 (1) Satz 4 SGB XII in Verbindung mit Vermeidung von Mißbrauch



      Sehr geehrte Frau Müller,

      unglücklicherweise muß ich Ihnen mitteilen, daß die Temperatur innerhalb meines Wohnraumes der gemieteten Dachgeschosswohnung auf 39,1 Grad Celsius angestiegen ist und die für einen Hartz-IV Empfänger angemessene Temperatur von 18 Grad Celsius bei weitem nicht mehr gegeben ist.

      Um Mißbrauch von unangemessenen Wohnraum-Temperaturen von über 18°C für Hartz-IV Empfänger zu vermeiden, habe ich aus der letzten Gutschrift der vergangenen Heizperiode* eine Klima-Anlage vom Typ Comfee 9000 BTU für eine Wohnraumfläche von 32 m² erworben.

      Voller Freude kann ich Ihnen schon jetzt mitteilen, daß es dem Gerät mit einer elektrischen Leistung von 2.600 Watt gelungen ist, die sonst übliche Temperatur für ein BORG-Raumschiff von 39,1°C auf für Hartz-IV Empfänger angemessene 18°C innerhalb weniger Stunden herabzukühlen.

      Laut § 22 Abs. 1 SGB II sind alle Kosten, die keine Warmwasser- oder Heizkosten darstellen, automatisch der „Haushaltsenergie“ hinzuzuziehen. Sie wollen mir sicher zustimmen, daß die Energiekosten für den Betrieb einer Klima-Anlage weder etwas mit Warmwasser- oder Heizkosten gemein haben.

      Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß das Sozialgericht Frankfurt am Main am 29.12.2006 mit dem Aktenzeichen S 58 AS 518/05 beschlossen hat, daß das Jobcenter die tatsächlichen Energiekosten der „Haushaltsenergie“ zu übernehmen hat, wenn Mißbrauch ausgeschlossen ist [§ 22 Abs. 1 SGB II].

      Sollten Sie mit dem o.g. Beschluss nicht einverstanden sein können Sie innerhalb von vier Wochen Rechtsmittel beim Hohen Rat der Vereinten Föderation der Sternenflotte, gelegen im Alpha-Quadranten ungefähr 250.000 Lichtjahre Ihrer gegenwärtigen Position, einlegen. Es zählt das Eingangsdatum der Postzustellungsurkunde.



      Mit freundlichen Grüßen



      P.S.: Da ich im vergangenen Jahr des Öfteren auswärts essen war und daher weniger „Haushaltsenergie“ aus dem Regelsatz benötigte, wollen Sie mir noch die ausstehende Gutschrift in Höhe von 240 Euro gemäß [§ 22 Abs. 1 SGB II] auf mein Konto überweisen. Ich garantiere Ihnen schon jetzt, daß eine solche Gutschrift zu meinen Gunsten durch den Kauf o.g Klima-Anlage in Zukunft nicht mehr vorkommen wird.

      *Bei Beziehern der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung kann das Guthaben aus Mietnebenkosten- oder die Heizkostenabrechnung nicht zurückverlangt werden. [§ 44 (1) Satz 4 SGB XII]

      Erwerbsloser vermeidet für Hartz-IV Empfänger nicht angemessene Wohnraum-Temperatur durch Kauf von Klima-Anlage mit 2.600 Watt
      https://aufgewachter.wordpress.com/2015/07/02/erwerbsloser-vermeidet-fur-hartz-iv-empfanger-nicht-angemessene-wohnraum-temperatur-durch-kauf-von-klima-anlage-mit-2-600-watt/

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  6. Och, ja dann, wenn man sich eh auf alles, was sich bewegt, bewerben muß ...

    Soeben erreicht mich die E-Mail eines findigen Erwerbslosen, der das Erstellen und Versenden von Bewerbungen auf individuelle und vakante Stellenangebote stark vereinfacht haben will.

    Einmal pro Monat in der ersten Nacht von Sonntag auf Montag lädt sich sein in C++ selbstgeschriebener JobCrawler über seine 150 Mbits-Internetanbindung alle verfügbaren Stellenangebote der BA herunter. Die Zahl der Stellenangebote schwankt dabei zwischen 500.000 und 750.000. Laut dem Erwerbslosen gestaltete sich die automatische Abfrage gar nicht so einfach, da der BA-Server maximal 200 Ergebnisse (10 Ergebnisse auf 20 HTML-Seiten) pro Suchanfrage und Postleitzahl ausgibt.

    Aus diesem Grund führt sein JobCrawler insgesamt 4.000 Suchanfragen zwischen den PLZ-Bereichen 10000-99999 aus, schreibt die Ergebnisse in eine XML-Datei zurück, welche zunächst zur schnelleren Verarbeitung im Arbeitsspeicher des Rechners zur Eliminierung von Doubletten abgelegt ist, bevor sie später auf die Festplatte geschrieben wird. Die 4.000 Suchanfragen benötigen an die 2 Stunden und die Dateigröße der XML-Datei soll dabei 380 Mbyte für die 750.000 Datensätze nicht überschreiten, da immer nur zehn Datenfelder, wie Referenznummer des Stellenangebotes, Datum des Stellenangebotes, Berufsbezeichnung, Firmenname, Ansprechpartner, E-Mail-Adresse des Ansprechpartners, Straße, Hausnummer, PLZ und Ort ausgelesen und gespeichert werden.

    Sortiert nach Berufsbezeichnungen wird dabei im übrigen nichts. Dazu hätte sein PC nicht die erforderliche Rechenkapazität und außerdem müsse er laut der Hartz IV-Gesetzgebung jede zumutbare Tätigkeit im gesamten Bundesgebiet annehmen. Die Bewerbung selbst nach DIN-5008 bestehend aus Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf mit Lichtbild, sowie Zeugnissen wird als schlanke 60kb PDF-Datei im Seriendruck erstellt und versendet. 750.000 Bewerbungen zu je 60 kb veranschlagen rund 45 GB Upload-Traffic pro Monat und nehmen bei seinem Upstream-Speed von 5 MBits/sec nur rund 20 Stunden in Anspruch. Der erste Montag im Monat sei immer Bewerbungslauf.

    Weiterhin ist der Erwerbslose der Ansicht, daß in Deutschland gar nichts mehr laufen würde, wenn die seiner Meinung nach geschätzten 8 Millionen Erwerbslosen ihm es gleichtun würden. Denn wenn 8 Millionen Erwerbslose je 45 GB pro Monat für 750.000 Bewerbungen verbrauchen, bekommt nicht nur die NSA ein Lächeln im Gesicht, sondern auch jeder Arbeitgeber fühlt sich, wie im Schlaraffenland, wo Milch und Honig fliessen. Die Datenmenge ließe sich doch jeden Monat bequem auf 90.000 Festplatten je 4 TB speichern, so der Erwerbslose frei nach dem Motto „Ohne Bewerbungsstress lebt es sich leichter“

    Erwerbsloser verschickt über seine High-Speed-Internetverbindung rund 750.000 Bewerbungen in 20 Stunden per E-Mail als PDF-Datei aus vollautomatisierter Serienbrieffunktion heraus / Bewerbungsnachweis für das Jobcenter aus 15.000 DIN-A4 Seiten
    https://aufgewachter.wordpress.com/2014/04/28/erwerbsloser-verschickt-uber-seine-high-speed-internetverbindung-rund-750-000-bewerbungen-in-20-stunden-per-e-mail-als-pdf-datei-aus-vollautomatisierter-serienbrieffunktion-heraus-bewerbungsnachweis/

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    1. Wie geht das genau? Kann man das wirklich einfach nachmachen, auch wenn man kein IT-Profi ist? In unsere Beratung kommen regelmäßig 10-12 Leute, wir geben das sehr gern weiter!! Wir haben sogar eine DSL-Flat, könnten das also auch mitten im Monat wiederholen

      Danke und viel Erfolg

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  7. EGV = öffentlich-rechtlicher Vertrag als Austauschvertrag im Sinne des § 55 SGB X

    Zunächst einmal muss ein deutscher Staatsbürger keinen Vertrag bei einer Behörde unterzeichnen, denn deutsche Staatsbürger haben mit ihrer Geburt oder durch Einbürgerung automatisch schon einen Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland geschlossen. Da eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) nach Definition der BA aber ein Vertrag ist, bedeutet das, dass ALG II Bezieher keine deutschen Staatsbürger mehr sind.

    Aber kommen wir zu der neuen EGV, die ja ausdrücklich als Vertrag bezeichnet wird. Picken wir uns hier einige Rosinen heraus, denn dass der Vertrag von vorn bis hinten nur ein Knebelvertrag der BA darstellt, ist wohl jedem klar.

    1. Zunächst hat es im Vorfeld der EGV sicherlich wieder einmal keinerlei Vertragsverhandlungen gegeben, obwohl es sich nach Aussage der Bundesagentur für Arbeit bei der EGV ja um einen öffentlich-rechtlichen Vertrag als Austauschvertrag handelt.

    2. EGV: "Das Jobcenter unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen."
    Dieses Angebot ist unbestimmt und außerdem nicht einforderbar. Die Stellenvermittlung gehört zu den Pflichtaufgaben der Jobcenter und muss deshalb auch nicht durch Vertrag gesondert geregelt werden. Es wird beispielsweise kein Bezug zu einer berufsnahen Eingliederung hergestellt. Wollte das Jobcenter Dir Vermittlungsvorschläge unterbreiten, bedürfte es hierfür nicht des Abschlusses einer EGV (siehe auch SG Hamburg, Az.: S 53 AS 1428/05 ER, vom 28.11.2005).

    3. EGV: "Das Jobcenter kann Ihre Bewerbungsaktivitäten [...] durch Übernahme von angemessenen und nachgewiesenen Kosten unterstützen [...], sofern Sie diese zuvor beantragt haben. [...] von angemessenen und nachgewiesenen Fahrkosten [...], sofern die Kostenübernahme vor Fahrtantritt durch Sie beantragt wurde."
    Diese Leistungen sind zu unbestimmt, da rechtlich jeweils nicht klar definiert ist, was "angemessen" bedeutet. Die von Dir gegebenenfalls vorzustreckenden Leistungen sind dadurch weder plan-, noch wirtschaftlich vertretbar. Vergleiche hierzu auch Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, L 19 AS 923/12 B, vom 27.07.2012.

    4. EGV: "Kommt der zuständige Träger seinen in der EGV festgelegten Pflichten nicht nach, ist ihm innerhalb einer Frist von 6 Wochen das Recht der Nacherfüllung einzuräumen. Ist eine Nachbesserung tatsächlich nicht möglich, muss das Jobcenter eine Ersatzmaßnahme anbieten: Individuelles Beratungsgespräch"
    Im Gegenzug wird Dir jedoch kein gleichartiges "Recht der Nacherfüllung" eingeräumt. Im Gegenteil: Aus der Rechtsfolgenbelehrung geht hervor, dass bei Verstößen gegen die in der EGV festgelegten Pflichten, Leistungsminderungen vorgesehen sind. Diese Leistungsminderungen treten ohne Wenn und Aber unmittelbar nach amtlicher Feststellung eines "Pflichtverstoßes" und der Anhörung ein - sowie teilweise auch ganz ohne jede Rechtsgrundlage.

    Aber das Wichtigste vergessen sämtliche Jobcenter.
    Jede abgelaufene EGV endet mit einem Ergebnis. Laut § 15 Abs. 1 Satz 5 SGB II sollen bei jeder folgenden EGV die gewonnenen Erfahrungen mit berücksichtigt werden. Nach Ablauf der vorangegangenen EGV soll festgestellt werden, ob die Ziele der EGV erreicht wurden oder nicht. Wurden sie nicht erreicht, sind die Ursachen zu analysieren und als Ausgangspunkt für die neue EGV in dieser festzuhalten.

    Frage: Warum vergessen die Jobcenter wohl diesen wichtigen Punkt? Antwort: Ein "Ergebnis" kann man nicht mit Bausteinen einfach einsetzen, dafür muss man Fachleute haben die analysieren können. Fazit: Mit Dummköpfen, die gerade einmal in der Lage sind eine EGV auszudrucken und ALG II Bezieher, die § 15 Abs. 1 Satz 5 SGB II nicht kennen, kann man täglich Tausende von ALG II Empfängern schnell abfertigen.

    Gruß
    Rick

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    1. Mein Lieblingssatz ist natürlich auch wieder mit dabei. Eine EGV ohne diesen herrlichen Satz, den sich wohl ein total besoffener BA-Jurist ausgedacht hat, wäre keine richtige EGV.

      EGV: "Die vereinbarten Eingliederungsbemühungen müssen Sie auch während eines Sanktionszeitraumes nachkommen, auch wenn Ihr Arbeitslosengeld II wegen eines Pflichtverstoßes vollständig weggefallen ist."

      So ein ein Satz im Vertragstext würde sicherlich jeden echten Vertrag nach dem Vertragsrecht sofort wieder ungültig werden lassen. Dass es sich bei sämtlichen Eingliederungsvereinbarungen nur um Pseudoverträge handelt, kann auch die Bundesagentur für Arbeit bald nicht mehr verschleiern. Wo bei so einer Formulierung ein Austausch stattgefunden haben soll, weiß wohl nur die BA. Mal davon abgesehen, ist so eine Forderung nicht nur moralisch bedenklich, sie ist auch nicht einlösbar. Wie jeder halbwegs intelligente Mensch unschwer erkennt, ist mit dem vollständigen Entzug des Existenzminimums die Einhaltung der Verpflichtungen aus der Eingliederungsvereinbarung nicht mehr machbar.

      Rick

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    2. Noch eine Anmerkung.
      Der "neue Herr M." glaubt wohl ein Fuchs zu sein, wenn er die EGV anstatt mit "Sie" mit lauter "Ich" so verfasst als ob sie auf Deinem Mist gewachsen ist. Scheinbar halten solche Jobcentermitarbeiter mittlerweile nicht nur die ALG II Empfänger für blöd sondern auch die Sozialrichter. Wenn Herr M. meint, dass eine "Ich-Form" den wahren Charakter der EGV, nämlich Fremdstimmung zur Selbstbestimmung transformiert, dann ist der Typ ja noch dummfrecher als der "nette Herr L.".

      Du solltest aufhören mit diesen Leuten zu spielen und ihnen endlich klar machen auf welcher Seite des Jobcenterschreibtisches der Schlaukopf und auf welcher Seite der Schwachkopf sitzt, sonst werden diese Typen immer unverschämter. Newton 3, Actio = Reactio, bringt letztendlich nur Stillstand, aber das muss ich einer Physikerin nicht erzählen.

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    3. Was nützen schon Eingliederungsvereinbarungen per Verwaltungsakt, wenn die Maßnahme-Teilnehmer immer ohnmächtig vom Stuhl fallen?

      Erwerbsloser während einer Bewerbungstrainings-Maßnahme ohnmächtig vom Stuhl gefallen und ins Krankenhaus eingeliefert

      Soeben erreicht mich die E-Mail eines 34 jährigen Erwerbslosen, der am 23.06.2016 in Obersulm, nähe Heilbronn, während eines Bewerbungstrainings in Vollzeit gegen 14:45 Uhr ohnmächtig vom Stuhl gefallen ist. Als die Rettungskräfte nach vier Minuten vor Ort eintrafen, wurde der Maßnahmeteilnehmer mit Blaulicht und Martinshorn ins örtliche Krankenhaus gebracht.

      Noch im Krankenwagen fiel der Patient unter beachtlicher Schweißbildung und stark erhöhter Körpertemperatur in eine Art Delirium und faselte ständig wirres Zeugs, wie : „Jawohl Frau Fallmanagerin, 15 Bewerbungen pro Maßnahmetag innerhalb des 6 monatigen Bewerbungstrainings. Wird gemacht!“, und rollte auf der Liege mit verdrehten Augen seinen Kopf von links nach rechts. Im Krankenhaus verordnete der zuständige Arzt sofort eine 750ml NaCl-Infusion (gegen Dehydratation), 60 mg Valium (starkes Beruhigungsmittel) und 1.000 mg Novalgin (als Fiebersenker).

      Nach rund einer Stunde war der Patient wieder ansprechbar und bei vollem Bewußtsein, mußte jedoch aufgrund der Gabe des starken Beruhigungsmittels einen Tag zur Beobachtung im Hospital verbleiben. Am nächsten Morgen bei der Visite lautete die Diagnose : Kreislauf-Kollaps aufgrund der hohen Temperatur von 35,7°C am gestrigen Tag mit Verdacht auf Burnout-Syndrom. Dem Patienten wurde angeraten sich für die Zeit der Ausheilung seines Burnout-Syndroms einen Krankenschein zu nehmen und sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

      Als das am letzten Dienstag bekannt wurde, sollen beim Maßnahmeträger reihenweise weitere Maßnahmeteilnehmer ohnmächtig vom Stuhl gefallen sein, obwohl die Temperatur ungefähr 20°C niedriger lag, als am 23.06.2016. Die Gesundheitsbehörde und der medizinische Dienst der Krankenkasse ermitteln nun gegen den Maßnahmeträger. Hinter vorgehaltener Hand war zu erfahren, daß ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer wegen der Bewerbungstraining-Maßnahmen in Vollzeit eingeleitet worden sein soll.

      Erwerbsloser während einer Bewerbungstrainings-Maßnahme ohnmächtig vom Stuhl gefallen und ins Krankenhaus eingeliefert
      https://aufgewachter.wordpress.com/2016/08/05/erster-erwerbsloser-waehrend-einer-bewerbungstrainings-massnahme-ohnmaechtig-vom-stuhl-gefallen-und-ins-krankenhaus-eingeliefert/

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    4. Na Hauptsache die Maßnahme war zertifiziert - wird gegen den "Gutachter", der die Maßnahme zertifiziert hat, auch ermittelt?

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  8. Hallo Rick,

    schreib mich doch mal bitte per Mail (siehe Kontakt) privat an... das führt sonst hier zu weit und es gibt Wiederholungen.
    Ansonsten danke für die Hinweise zur EGV - die Urteile, die hast Du sehr schön für alle Mitlesenden herausgesucht ;-)
    Ich schreibe an Herrn M. diverse auf die Unstimmigkeiten zielende Auskunftsanträge und ansonsten nimmt der "Lügenboykott" halt auch entwickelte Formen an, wenn mir der MUND verboten wird ;-)

    Die ICH-Form ist in der EGV-Version, die andere Form ist in der EGV-VA Version - die ist auch "umkastelt" während es keine Kästen in der EGV gibt.

    Was das Unterschreiben angeht, zitiere ich meine Oma:
    "ich möcht ja wohl ne Macke haben".
    Sinnvoll ist meine eigene Version einzureichen. Dann kann er einen VA erlassen oder eben ein neues Angebot zuvor basteln, das ich dann ggf. unter vorbehalt unterschreibe, wenn da nicht so ein MURKS drinsteht wie in der obigen...

    Derzeit HABE ich keine EGV - ich habe nur etliche, ständig neu auftauchende Vermittlungsvorschläge, auf die ich mich bewerben soll.
    Den schärfsten schildere ich Euch demnächst...

    @letzter Kommentar: "der Mensch ist nur frei, wo er spielt" das hat übrigens nichts mit dem Intellekt zu tun - weder auf der einen noch der anderen Seite des Schreibtisches.
    Das SGB-II-"Praxis"Gesetz (unabhängig davon welche Statusdeklaration man dem gibt) ist das Problem, daher gibt es hier nicht schlauköpfe und schwachköpfe, sondern system(moral)diener und system(moral)infragesteller an denen und durch die sich die Tatsachen ereignen - und das teils ungeachtet des darin verbratenen "Gehirnschmalzes".

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    1. Na ja, wegen den Wiederholungen mache ich es ja gerade.

      Repetitio est mater studiorum = Wiederholung ist die Mutter der Studien

      Ich hoffe halt, dass bei dem einen oder anderen Leser etwas hängen bleibt oder er/sie die Urteile für sich verwursten kann. In meiner Naivität hoffe ich auch immer, dass Millionen von ALG II Empfängern endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und sich gegen das Hartz IV System stellen, damit wir Herrn L. und Herrn M., oder wie wir diese Leute auch immer nennen wollen, endlich dahin schicken können wo solche Sanktionsvermittler auch hingehören.

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  9. Wenn Dummheit Mut bedeutet, dann bist Du nicht mutig-, sondern angepasst und egozentrisch. Keine Hilfe und kein Nachbild. Vielleicht eine Larve. Aber gehemmt zur Entschlüpfung, versteckt in den Jahren, und gefangen. Vielleicht ein Flügel erwartend, der wachsen will. Und dann, wenn der Spass nachlässt wieder zurücksackend in Kissen in Hoffnung auf andere Einflüsse. Eine Titanic der Transparenz unter Kapitänen der harten Seefahrt, und zart das Schicksal bewundernd, bevor das Selbst zusammenbricht. Eine Scheinwelt aufrecht zu Erhalten ist eine Aufgabe, die niemand durchhält, der nur Blasen für sein Eigentum ansieht. Ein wirklich tanzbereiter Mensch schreibt und fühlt keine antizipatorischen Texte, sondern zeigt sein Leben.

    Die Freiheit ist das unverstandene und gesuchte Kind der Schlachtfelder des Lebens. Dagegen muss man keine EGV analysieren oder bekämpfen- oder selbst nicht erwachsen werden wollen.

    Viele Wünsche und wachsende Alternativen wünscht

    mArcus

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    1. Ach mArcus,

      schon wieder so ein Text voller Poesie von Dir, den aber kein Normalsterblicher erfassen kann. Das ist hier kein Literaturwettbewerb, sondern ein knallharter Kampf gegen eine Bürokratie die schon zum Bürokratismus ausgeartet ist. Wir haben es hier mit einer Beamtenschaft zu tun, die ihr Hirn gegen das SGB II ausgetauscht hat, nachdem sie feierlich das Grundgesetz dem Feuer in einer Bücherverbrennung übergeben hat. Mir ist aber schon klar was Du sagen willst, denn auch ich versuche FriGGa seit geraumer Zeit in eine andere Richtung zu lenken.

      Die Kerle im Jobcenter nehmen eine Frau nämlich nicht ernst, die kann man auch nicht mit Intellekt und klugen Argumenten zum Umdenken bringen. FriGGa kann das als Frau natürlich nicht wissen, wie ein Mann wirklich tickt - und erst recht nicht wie solche JC-Kerle ticken. Diese JC-Kerle fühlen sich ohnehin schon in ihrer femininen Beamtenrolle, die sie da im Jobcenter inne haben, unwohl und kompensieren das, indem sie erwachsene Menschen disziplinieren, einschüchtern und ihnen das Existenzminimum streichen. Solche Kerle lässt man am Wegrand liegen, redet nur das Notwendigste mit ihnen und bestraft sie durch eine gehörige Portion Arroganz, die eine Naturwissenschaftlerin sicherlich aufbringen kann. Je mehr man sich nämlich mit diesen Larven beschäftigt und auf sie eingeht, um so mehr fühlen sie sich in ihrem Tun und Handeln bestätigt.

      Konzentrieren sollte FriGGa sich weniger auf die kleinen Larven, sondern auf die großen dicken Käfer (Teamleiter, Geschäftsführer, JC-Juristen und die Leute aus den Chefetagen der BA und des BMAS). Dass FriGGa hier sämtliche Idiotien, die das Jobcenter auf Papier gebracht hat, öffentlich macht und damit das System der Lächerlichkeit preisgibt, ist natürlich sehr zu begrüßen, aber wie gesagt, den kleinen Larven im Jobcenter, besonders den männlichen Larven, sollte man keine zu große Beachtung schenken, weil sie sich nämlich von dieser Beachtung ernähren.

      Rick

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    2. Hallo Rick,

      also vorab: ich danke Dir jetzt schon für die interessanten Beiträge, die Du in den Kommentaren veröffentlicht hast auch wenn ich da immer wieder eine Tendenz gespürt habe, die in mir so gar nicht vorhanden ist....
      ich bin nichts besseres als Physikerin, ich hatte die Freude das zu studieren und auch heutzutage davon geistig und freiberuflich zu profitieren - ich bin damit nicht besser oder schlechter als jede Altenpflegerin oder ein Lagerist. Das Verhalten der Jobcenterleute, gezeigt durch die kleinen WÜrste und deren "Chefs", verursacht in der Struktur und den Vorgaben, ist voller "in sich Fehler", die die Struktur anders als ich als MENSCH nicht machen DARF ohne sich selbst zu demontieren. Ich helfe ggf. bei der Demontage und das zuweilen auch durch überdrehen in die entgegengesetzte Richtung... denn nach ganz fest angeschraubt kommt "ab". Und so gibt es vieles, die Lügenboykotts und Outings und netten Gespräche... das ist Bewusstseinsarbeit und nicht jeder hat die (für seine Belange) (mit mir) nötig, was auch gut so ist ;-)
      [...]

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    3. Aber auch auf die "Gefahr" hin, lieber Rick, Deine geneigte Leserschaft zu verlieren, muss ich auch Dir jetzt mal ein paar Dinge erklären, die offensichtlich nicht selbsterklärend hervorgehen.

      In was für eine Richtung lenkst DU DICH?

      Dann können wir herausfinden, ob wir gemeinsam einen Teil unserer Kräfte vereint zur gegenseitigen Beschleunigung einsetzen.
      Ich werde Dich nicht lenken.
      Aber versuche auch Du nicht, mich zu lenken.
      Das erzeugt in mir nicht halb so viel "Interesse" wie derartige Ambitionen von Gerichten oder SAV-Männchen, die Sanktionen und Knäste haben anders als Du ;-)

      Was die Bemerkungen zum "Femininen" angeht, bleiben wir mal in diesem "Gleichnis" (unabhängig von meiner selbstbefindlichkeit als Mensch mit eigenen Schubladen und deren Verschränkungen):

      wenn es etwas typisch Feminines ist, was mich umtreibt, dann bedenke, dass eine Frau NIE einen "Vorschlag" haben will, besonders dann nicht, wenn sie sich (über (ihre)/(irre) Typen) auslässt...
      sie will dann Gehör haben, bedingungslose aufrichtige Solidarität OHNE Unterwerfung oder konkurrierendes Machtgerangel und ggf. beim sich öffnen eigene Geschichten anderer und Austausch anregen - aber niemals einen Handwerkskasten (eines besserwissenden Mannes) präsentiert bekommen, der für ihre Bedürfnisse und ihren Weltzugang ggf. auch noch nicht kompatibel ist ;-)

      @alle: ich veröffentliche in diesem Blog meine Erlebnisse und die von anderen mit mir in Kontakt Stehenden. Das ist der ZWECK dieses Blogs.
      Die Erlebnisse bzw. der Anteil, den ich anteilig davon eigenhändig mitverursachen kann oder wo es Anlass gibt, meine Meinung zu äußern, kann meinen Entscheidungsrahmen erweitern, wenn ich mehr Möglichkeiten überblicke. Dank Euren Beiträgen ggf. auch.
      Doch lehne ich es ab, als Projektionsfläche für die Wünsche und Hoffnungen anderer herzuhalten - das können andere in ihrem KOPF gern so handhaben, sollten mich damit aber in Ruhe lassen.
      MEINUNG sagen wie mArcus das hier tat ohne dass es von mir verstehbar sein wird, nachdem er mich schon früher für blöd erklärt hat, ist das eine ;-)
      Andere Menschen aber "lenken zu wollen" lehne ich strikt ab.

      Das wollen ja die Jungs und Mädels im JC mit ihren komischen Strategien.
      Ich habe dazu eine spezielle Art Humor, der in erster Linie mich stärken und erfrischen soll - um so besser wenn er auch anderen nützt.

      Ich verachte das Tun dieser Leute vom JC trotz putziger und ernsthaft unterhaltsamer Real-Glossen, aber ich verachte nicht die Mitmenschen, die sie sind und die indirekten Effekte ihrer Gemeinigkeiten sind Teil der Heilung dieser Lohnsklavereikrankheit und deren Handlangertum.

      Auch die TL, der Bereichsleiter usw. sind keine fetten Käfer - auch an denen gibt es nichts "höheres" abzuarbeiten - sind sie doch nur weitere Hintertüren in einm System, das NICHT nur mit der Hierarchie von "oben" ausgestattet ist, sondern auch mit dem unhinterfragen der unteren Fußläufer.
      Das System spricht zu mir durch die Maske dieser unteren.
      Daher hasse ich sie auch nicht und habe diese "Denkschemen" an der Stelle für mich nicht nötig.
      Kannst Du gern in DEinem Fall so machen... ;-)

      Lasst uns viele Wege gehen... ALLE, denn dann ist einer am Ziel und schaltet das für alle frei...!

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    4. Ich kann jedenfalls wohl offensichtlich die Herrschaften gut irritieren, auch wenn sie das nicht immer sofort zeigen - es zeigt sich früher oder später von selbst wie mir dann in Akteneinsichten usw. auffällt.

      Oder an den Reaktionen von BA-Chef Scheele, den ich wie den gesamten Bundestag als Bewerberin angeschrieben habe... ebenso Nahles zwecks Selbstverwaltung meiner vermeintlichen Arbeitslosigkeit ;-)

      Der Geschäftsführer hat mir schon zweimal geschrieben als reaktion auf meine Schreiben, Klagen, Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerden und eigenhändig Stellungnahmen ans Gericht geschickt wie es aussieht... ich komm nur nicht nach das alles zu veröffentlichen (auch wenn ich es hier und da schon mitgeteilt habe - gerade an mArcus, wobei es sein Problem ist, mir nicht zu glauben, seine Adressen verwendet zu haben, ich danke ihm für die Adressen)
      und konzentriere mich auf das, was ich aus meinem Empfinden bestmöglich weitergeben kann und wo es mich am meisten bewegt.

      Die Gespräche und die Abläufe, die Geschichten, die möchte ich als öffentlichen Krimi in der Welt stehenlassen und lese sowas auch gern bei anderen. Wer gerade Bombenopfer versorgt, einen Verwandten sterbebegleitet, ein Schocktrauma durchlebt... für den ist das überflüssiger Luxus überhaupt mit HArtz sich zu befassen...

      und wem das nichts ist auf meinem Blog, der kann gern anderswo versuchen "lenkend" einzugreifen oder interessantere Geschichten lesen oder gar selbst produzieren.

      Ich bin dankbar über den Austausch, den ich mit Euch hatte und den ich immer wieder mit irgendwelchen Leuten haben werde, die in ähnlichen Situationen sind oder von anderen Seiten etwas beleuchten.

      Lebt lange und in Frieden

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    5. Das ist halt das Problem, wenn man hier nur über den Blog kommuniziert, dann liest es sich manchmal anders, als man es eigentlich gemeint hatte. Ich will Dich sicherlich nicht irgendwohin "lenken", denn Du lenkst Dich selbst in die richtige Richtung und es steht mir nicht zu eine Richtungsänderung bei Dir vorzunehmen, die ich auch gar nicht überschauen kann und auch gar nicht will. Auch mArcus, der mir schon bei Ralph Boes durch seine abgedrehten "philosophischen Thomas Mann Kommentare" aufgefallen ist - die aber weder der einfache Bürger, noch Jobcentermitarbeiter oder ALG II Empfänger wirklich verstehen - hat nicht das Recht Dir hier Vorschriften zu machen, was Du tun und lassen sollst.

      F.W.: "... ich bin damit nicht besser oder schlechter als jede Altenpflegerin oder ein Lagerist." - Das wollte ich damit auch nicht sagen. Ich stelle das mit dem akademischen Grad vielleicht immer etwas stärker heraus, um der BILDzeitungsleserschaft klar zu machen, dass ALG II Empfänger nicht nur aus ungebildeten Säufern bestehen, sondern Arbeitslosigkeit auch schon viele Akademiker betrifft, denn die Lügen der Politiker und des BMAS müssen auch zur Sprache gebracht werden. Ich wollte Dich nicht auf ein Podest stellen sondern nur klar machen, dass wir in Deutschland immer mehr Akademiker, auch aus dem MINT-Bereich (Naturwissenschaftler, Ingenieure, etc.), in der Arbeitslosigkeit stecken haben und das Arbeitslosigkeit nicht nur ein Problem der Ungebildeten ist. Das scheinen viele Leute in Deutschland aber immer noch nicht kapiert zu haben. Es ist ja auch bezeichnend, dass die Arbeitsvermittler (wenn sie nur AV wären, hätte man mit ihnen ja gar kein Problem) Dich nicht als Physikerin vermitteln wollen sondern Dir nur Hilfsarbeiterjobs anbieten.

      Als ich geschrieben hatte "Diese JC-Kerle fühlen sich ohnehin schon in ihrer femininen Beamtenrolle, die sie da im Jobcenter inne haben unwohl und kompensieren das ... " da ist natürlich der Sarkasmus wieder mit mir durchgegangen und ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt, diese JC-Typen zu beleidigen. Das mag dann wohl an dem Testosteron liegen, dem ich als Mann ausgesetzt bin. Da seid ihr Frauen ja besser dran und lasst euch nicht so leicht dazu hinreißen, solchen dummfrechen Kerlen gegen das Schienbein treten zu wollen, wenn einem sich die Gelegenheit dazu bietet.

      F.W.: "Oder an den Reaktionen von BA-Chef Scheele, den ich wie den gesamten Bundestag als Bewerberin angeschrieben habe... ebenso Nahles zwecks Selbstverwaltung meiner vermeintlichen Arbeitslosigkeit ;-). Der Geschäftsführer hat mir schon zweimal geschrieben als Reaktion auf meine Schreiben, Klagen, Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerden und eigenhändig Stellungnahmen ans Gericht geschickt wie es aussieht... ich komm nur nicht nach das alles zu veröffentlichen" - Siehst Du, das wusste ich alles nicht und da habe ich dann die falschen Schlüsse gezogen. Tut mir leid, ich werde in Zukunft ein braver Junge sein und keine voreiligen Schlüsse mehr ziehen um sie hier unaufgefordert zum Besten zu geben.

      Ich hoffe, ich habe jetzt einige Ungereimtheiten ausgeräumt. Ich wollte Dich weder in eine andere Richtung lenken, noch Dir irgendwelche Vorschriften machen. Letztendlich bin ich ja froh, dass es Dich und Ralph gibt und das ihr die Idiotien der BA öffentlich macht und sie anprangert.

      Rick

      PS: "Lebt lange und in Frieden" – Ich wusste gar nicht, dass Du Vulkanierin bist und spitze Ohren hast (-;

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  10. Hallo Frigga,

    dieses "Pamphlet der Schande" kann man ja 1:1 für Selbstständige "AufstockerIn" zur Vernichtung der Existenz einsetzen!
    "Selbstständige" sind ja auch "sozialversicherungspflichtig", nur mit dem Unterschied, dass sie diese selbst bezahlen!
    Und ob man als Selbstständige(r) aufstockt oder als Prekärbeschäftigte(r), - es "verringert" oder gar "beendet" die "Hilfebedürftigkeit" nicht!

    LG
    David

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  11. Zitat Arbeitsvermittler: "Es gibt Regeln, an die müssen wir uns halten.
    Ich weiß, das Thema ist in KARLSRUHE. Dort wird es ja hoffentlich dieses Jahr entschieden. Aber BIS DAHIN MÜSSEN WIR HIER WEITERMACHEN."
    ...
    und genau deswegen (eigens Ding) weitermachen und AUSHALTEN, (solange wie nötig für den Betroffenen) uns mit diesen AVs beschäftigen und ihren das zurückgeben.
    Jemand sagte mal sehr treffend: "um so mehr Sie sich mit mir befassen, um so mehr befasse ich mich mit Ihrem Laden"
    Da muss dann zwangsläufig irgendwann nach oben abgegeben werden...
    oder man lässt die eigenwilligen Pflanzen weiterwachsen ohne sie künstlich in ihr Sämlingsstadium zurückformen zu wollen. Was das für absurde Formen annimmt, kann aber auch wieder herrlich persifliert werden...

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  12. Eine schönere Lüge habe ich selten gelesen:

    "...MEINUNG sagen wie mArcus das hier tat ohne dass es von mir verstehbar sein wird, nachdem er mich schon früher für blöd erklärt hat, ist das eine ;-)...

    Ich habe niemanden für blöd erklärt, und finde es traurig, dass Du meine Kommentare nicht positiv sehen willst - oder kannst, obwohl Du für Dich Verständnis erhoffst - oder eben nicht, da Du ja ganz gut ohne Hilfen durchs Leben kommst. Deine Nummer mit der Provokation jedenfalls wird nur solange funktionieren, bis Du einmal in eine Lage geraten wirst, aus der heraus Deine Eigenkraft nicht mehr reichen wird. Ich glaube Dir sehr wohl, dass Du Deinen Empfindungen nach Alles unternimmst, aber ich glaube nicht daran, dass Du es im Sinne einer Idee und einem Ziel tust.

    Bevor ein Soldat in den Krieg entsendet wird, muss man den Boden bereiten. Wer aber nicht den Boden versteht, der soll das Leid nicht angehen. Denn das vorzeitige Sterben beginnt mit Lügen. Und Lügen kann man nicht Umarmen, herzen oder besprechen. Lügen kann man nur konkret da aufzeigen, wo sie begangen werden. Hierzu hat die Jetzige Administration ein Schutzgeflecht aus Verordnungen und Gesetzen erlassen, denen man nur antworten kann, wenn man seine Empfindungen für den Fall der Auseinandersetzung blockieren zu Verstehen geneigt ist.
    Davon ist FriGGa aber weit entfernt, und beschäftigt sich lieber mit ihren uneingestandenen Ängsten.

    Wenn Sie wirklich gelesen hätten, dann wären auch Sie schon einen Schritt weiter. Ich jedenfalls bin es.

    @Rick

    Was Genau ist an meinen Texten eigentlich nicht zu verstehen, wenn Sie es einmal mit den Texten derer Vergleichen, die Anlass sind???????? Soll ich rummjammern über das System und Fr. BuKa Merkel. Soll ich die SPD zum TEUFEL schreiben, die AfD bekämpfen. Soll ich mich an Trump abarbeiten? Soll ich wirklich Teilnehmen an einer traurigen Informationswelt, die nach dem WKII nichts weiter als schwarze Socken bietet? Oder soll ich Leben?? Ich bin fürs Leben unter Ausschluss solcher Gedanken.

    So - Gute Nacht .

    mArcus

    mArcus

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    1. @mArcus

      mArcus: "Was Genau ist an meinen Texten eigentlich nicht zu verstehen, wenn Sie es einmal mit den Texten derer Vergleichen, die Anlass sind?" – Das kann ich Dir sagen. Wir schreiben auf solchen Blogs für diejenigen Arbeitslosen und Noch-Erwerbstätigen, die es immer noch nicht verstanden haben weshalb man sich gegen dieses Hartz IV System stellen soll. Ich muss keinen arbeitslosen Akademiker davon überzeugen, dass in einem Rechtsstaat, der sich mit Art. 1 GG und Art 20 GG schmückt, etwas faul ist, wenn der Staat gleichzeitig 5 bis 6 Millionen reale (tatsächliche) Arbeitslose mit einem Sozialgesetzbuch 2 zu unmündigen Bürgern abstempelt. Überzeugungsarbeit muss man bei der großen Masse der einfachen Bürger machen, die seit Jahren von der Springerpresse in die Richtung gelenkt werden, in die sie, also die Masse, auch gehen soll. Solche Menschen verstehen keine Texte, die der Rhetorik eines Peter Sloterdijk entsprungen sein könnten. Kleine Kostprobe von Sloterdijk: "Die Sorge saugt das Glücksmotiv auf. Wer an diesem festhalten will, muss darum nach kynischen Muster lernen, die Vormacht der Sorge zu brechen."

      So ein Satz von Sloterdijk mag für uns lesbar sein, aber für den einfachen BILDzeitungsleser ist das nur Geschwafel. Ein ähnliches Geschwafel hast Du am 6. April 2017 um 19:24 hier gebracht. Wenn ich Deine Texte schon mehrmals lesen muss, um überhaupt den Sinn zu erfassen, dann wird der kleine BILDzeitungsleser bei solchen Texten sofort die Schotten dicht machen. Du hast auf dem Blog von Ralph Boes einmal angedeutet, dass Du Historiker bist. Dann nehme doch Dein Historikerwissen um den Wandel der Arbeitswelt (Industrielle Revolution – Industrie 4.0) dem kleinen Bürger zu vermitteln, aber bitte nicht wieder in einer Sprache und gespickt mit Fremdwörtern (z.B. "Antizipation = die gedankliche Vorwegnahme einer Empfindung") die man höchstens mit Abitur oder Studium nachvollziehen kann. Zuweilen rede ich auch etwas "geschwollener", z.B. von vollautomatischen Fabriken, wo der Mensch nur noch ein Störfaktor ist, den man auch mit einer noch so schönen Störgrößenaufschaltung - wie man so etwas in der Regelungstechnik nennt - nicht eliminieren kann. In der Sprache der Technik findet man leider keine einfacheren Worte und im Wort "Störgrößenaufschaltung" ist ja schon die Störung mit drin. Mal davon abgesehen, will ich dem kleinen Bürger ja gerade bewusst machen, dass er nur noch ein Störfaktor für die Wirtschaft ist und dieser Störfaktor von den Jobcentern herausgerechnet werden soll. Die Jobcenter sind ja nicht dafür da um Arbeitslose in Arbeit zu bringen, von dem der Bürger auch anständig leben kann, sondern Jobcenter haben die Aufgabe die Statistik so "anzupassen", dass unsere Politiker bei der nächsten Wahl nicht in Erklärungsnot geraten, weil die wahre Arbeitslosigkeit nämlich viel höher ist als der naive Bürger immer denkt.

      mArcus: "Soll ich mich an Trump abarbeiten?" – Trump hat hier, wie überhaupt die ganze andere Politik, nichts zu suchen. Wenn Du dazu etwas sagen willst, dann empfehle ich Dir DIE WELT oder die taz, da kannst Du dann eine "rechte" oder eine "linke" Meinung zu abgeben, aber auf einem Blog der sich mit Hartz IV und dem bedingungslosen Grundeinkommen auseinandersetzt, sollte man auch nur darüber etwas sagen. Ralph und vielleicht auch FriGGa sehen das wohl anders, aber ich denke, man sollte auf solchen Blogs nicht das Wesentliche (ALG II, BGE) mit anderen Dingen zu sehr verwässern.

      Rick

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    2. Lieber Rick
      Du sagst "Wir" schreiben ., um die grosse Masse der Arbeitslosen zu erreichen, nicht die, die sich ohnehin zu wehren wissen.
      Wenn also ein kluger Gedanke beim Saufen stört, dann ist das also Überheblichkeit - oder was ? Und wenn man beim Saufen kluge Gedanken hat, dann ist das Überheblichkeit. Und wenn man gar nicht säuft, aber einfach kein Buch lesen will, dann ist das Schonwild, das man abholen muss.
      Aus Deinen Worten erschließt sich mir nicht, wie der "kleine" Bildzeitungsleser in ein Boot sich setzen lassen sollte, das nicht klüger als seine Schwimmreifen daherkommt.

      Ich glaube nicht an die Überzeugungstheorie, dass man nur die Bushaltestellen abfahren muss, um "Verspätete" abzuholen". Ich glaube nicht an Fahrpläne zwischen verschiedenen Intellekten. Ich glaube auch nicht, dass ein Bildzeitungsleser jemals etwas anderes liest.
      Woran ich aber glaube ist, das in allen Menschen kein Unterschied seines Wissens zu suchen ist, sondern lediglich ein Unterschied seines Werdegangs. Ich weise die Einteilung in Menschen höherer oder niedrigerer Bildung zurück. Mein Menschenbild ist geprägt von deren Aussagen und Artikulationen. Mir ist es Wurscht, ob jemand die Springerpresse liest, wenn er als Mensch ist.

      Nicht Ich bin der Bewusstwerdung des Menschen im Weg, sondern eine falsch verstandene - und sowieso nicht angenommene Solidarität.
      Daher ist mein Weg an der Aufklärung und nicht an der Abklärung orientiert.

      Und wenn dass jetzt auch wieder zu "akademisch" war, dann bleibt die Frage, warum Akademiker keine Gefühle haben dürfen.

      Ach ja, wenn Du meine Worte als "Geschwafel" bezeichnest, dann schreibe doch bitte füllendere Worte. Ist aber auch egal. Ich muss Dich ja nicht abholen.

      Liebe Grüße
      mArcus

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    3. 1.)
      mArcus: "Ich weise die Einteilung in Menschen höherer oder niedrigerer Bildung zurück." - Ich habe keine Einteilung in Menschen höherer oder niedrigerer Bildung vorgenommen. Man muss aber der Wahrheit ins Auge blicken und dazu muss man sich nur einmal bewusst machen, dass wir 5 Millionen Hartz IV Empfänger (3,4 Millionen erwachsene Hartz IV Empfänger und 1,6 Millionen Hartz IV Kinder und Jugendliche) haben, die sich aber gegen diese Hartz IV Diktatur nicht wehren. Ob das an mangelnden Intellekt oder einfach nur an Lethargie liegt, das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist nur, hier auf dem Blog von FriGGa und auf dem Blog von Ralph tummeln sich immer nur die selben Leute, die mal mehr oder auch mal weniger intelligent ihre Meinung zu dem Hartz IV System abgeben, während die große Masse der Hartz IV Empfänger sich ihrem Schicksal scheinbar schon ergeben haben. Nun müssen hier natürlich nicht ständig tausend Hartz IV Empfänger schlaue Sätze schreiben, wenn aber nicht einmal 5% von den 3,4 Millionen erwachsenen Hartz IV Empfängern aus ihren Löchern herauskommen, um unseren Volksvertretern zu zeigen wer der eigentliche Souverän in diesem Land ist, dann hat das ganze Geschreibe hier auf Dauer keinen Sinn.

      Kommen wir nun zu Dir. Du scheinst auch nicht zu wissen was Du eigentlich willst. Vor einiger Zeit hast Du dich hier noch in proletenhafter Manier gegenüber FriGGa geäußert - "Ich schlage Dir vor, dass Du Deinen "geilen" Promoter heiratest, damit Du zukünftig für Sex nicht mehr bezahlen musst." - und dann hattest Du auch noch geäußert, dass Du dich von diesem Blog fernhalten willst. Zitat: "Dieser Kommentar von Dir FriGGa ist dann auch das Letzte was ich von Dir gelesen habe, respektive lesen werde."

      So eine infantile Entgleisung sollte einem Historiker auch im volltrunkenen Zustand nicht passieren, und da Du ja angeblich Historiker bist, das hattest Du ja im Blog von Ralph angedeutet, muss ich mich schon sehr wundern. Wenn Du aber wirklich Historiker bist, dann könntest Du dein Geschichtswissen doch einmal dazu nehmen, um uns hier in Sozialgeschichte etwas mehr zu unterrichten, anstatt dich in komplizierten "Thomas Mann Sätzen" wichtig machen zu wollen. Ich versuche wenigstens mein technisches Wissen als Ingenieur und mein angelesenes laienhaftes juristisches Wissen dem einen oder anderen Leser nahe zu bringen, damit er sich davon eine Scheibe abschneiden kann bzw. man es gegen das Hartz IV System verwenden kann. Etwas ähnlich Konstruktives von Dir habe ich aber weder auf dem Blog von Ralph noch hier bei FriGGa jemals gelesen.

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    4. 2.)
      Du kommst mir in deiner ganzen Art aber ohnehin eher wie ein Jugendlicher vor und nicht wie ein gestandener Historiker. Du kannst zwar eine ganz gute Schulbildung aufweisen, das kann man an deinem Sprachstil erkennen, aber den benutzt Du wohl in erster Linie nur dazu um dich wichtig zu machen. Auch das Anliegen von Ralph Boes hast Du nicht wirklich verstanden. Du besitzt aber die Frechheit Ralph anzugehen, weil er momentan eine Ruhephase braucht, indem Du ihm folgendes schreibst: "Sag doch einfach, ich habe keinen Bock mehr. Sieben Jahre sind genug und ich habe keine Ahnung mehr und Kraft. Ich überlasse meine Entscheidungen des Lebens nun denen, die damit ihr Geld verdienen - den Richtern und Führern."

      Wenn Ralph und FriGGa das Hartz IV System vorführen, dann sollte man dafür dankbar sein, dass es Menschen gibt, die den Mut haben sich mit ihrem vollem Namen zu entblößen und sich damit dieser Pseudobehörde als Zielscheibe auszuliefern. Eine Behörde, die dann auch mit ständigen Sanktionen gegen Ralph und FriGGa solche mutigen Taten beantwortet ohne aber wirklich zu erfassen, dass sie sich als BA damit in ein sehr schlechtes Licht rückt. Anstatt hier also FriGGa und Ralph ständig dumme Ratschläge zu geben, was sie tun und lassen sollten, solltest Du vielleicht zuerst einmal selbst etwas gegen das Hartz IV System unternehmen. So langsam bin ich es auch leid, mich immer wieder mit solchen Leuten wie Dir rumzuärgern. Du kannst Dich aber ruhig weiter in deinen verschachtelten "Thomas Mann Sätzen" wichtig machen, denn die breite Masse der Hartz IV Empfänger verirrt sich ohnehin nicht auf solche Blogs, wie die von Ralph und FriGga, und das weiß auch die BA und das BMAS, denn sonst wären solche frechen JC-Kerle wie dieser Herr L. schon lange aus den Jobcentern verschwunden beziehungsweise das ganze verbrecherische Hartz IV System wäre schon lange Geschichte.

      Rick

      PS: Tut mir leid FriGGa, wenn das jetzt hier etwas ausufert, aber ich kann solche Schaumschläger wie mArcus, die nicht wirklich etwas Wesentliches beitragen und sich nur wichtig machen wollen, einfach nicht mehr ertragen. Ich werde mich in Zukunft aber etwas zurückhalten, denn auch ich muss, genau wie Ralph, mal etwas Abstand gewinnen, sonst macht dieses Hartz IV System mich auch langsam mürbe.

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    5. Ich habe für Ralph (und mit Ihm) nicht weniger als die Verfassungsbeschwerde 2015 geschrieben, und versichere Dir, dass Du irrst.
      Ohne mein Zutun wäre Euch nicht einmal eingefallen, dass man das Bundesverfassungsgericht überhaupt nur über das Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG - § 90) als Privatperson anrufen kann.

      Wenn Du mich schon als "Schaumschläger" nicht ertragen kannst, wie kannst Du dann Deine Unwissendheit ertragen ? Dein Wissen über Verwaltungsvorgänge scheint sich ja leider auf pubertäre Vorstellungen zu stützen.
      Hättest Du Dich einmal mit dem System, das Du zu bekämpfen vorgibst, beschäftigt, dann würdest Du nicht so einen Unsinn schreiben.

      Deine affektive Wehr gegen meine konkreten Schritte gegen das Hartz vi System lässt nicht darauf schließen, dass Du Dich wirklich wehren willst. Es lässt sich nicht einmal ausschließen, das Deine "Schaumschlägerei" der Versuch ist, sich nicht wirklich mit dem System auseinandersetzen zu wollen.

      Was FriGGa betrifft, so war nicht ich infantil, sondern ihre Posts.

      Ich kämpfte seit 1985 !! gegen das Hartz System, und habe meinen Arbeitsplatz beim Landesarbeitsamt Hessen schon wegen des Lambsdorff-Papieres fristlos gekündigt. Aber bestimmt nicht, um mir 32 Jahre später von einem Ahnungslosen Ahnungslosigkeit und Schaumschlägerei unterstellen zu lassen.
      Wenn Du Dir also von FriGGa die Stiefel lecken lassen willst, dann ist das Deine Sache. Wenn Du Ralph einspannen willst, dann frag Ihn nach meiner Leistung in seinem Fall. Ich bin sicher, Du wirst dort mehr als Infantilismus entdecken.

      Wer andere Menschen beurteilt, nach Art und urteilt danach, der hofft einen "gestandenen" Historiker" ausfindig zu machen - was auch immer das sein soll, der ist ohnehin verloren in einer Welt zwischen Knopp und Bild.

      Ich würde für Dich niemals ein Brötchen kaufen, nach Deinen Worten.

      Du wirst mit dieser Art von infantilen Ausgrenzungsversuchen auch kein Glück haben.

      Aber das wirst Du auch noch lernen.

      Alles Gute

      mArcus

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    6. Sieh mal einer an! Du kannst es ja, wenn Du willst. Endlich mal keine seichten "Gedichte" von Dir, sondern ein Wutausbruch wie bei einem richtigen Kerl.

      mArcus: "Ich kämpfte seit 1985 !! gegen das Hartz System" - Dann bist Du ja mindestens 50 Jahre alt und dann solltest Du solche dummen Sachen, wie "Sex mit dem AV", auch nicht mehr schreiben.

      Nichts für Ungut. Wir haben uns hier wohl gegenseitig etwas zu sehr hochgeschaukelt und sollten jetzt damit aufhören und diese Energie lieber dafür einsetzen, um das unmenschliche Hartz IV System endlich in den Mülleimer zu werfen.

      Rick

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  13. Warum bedarf es denn einer solchen Eingliederungsvereinbarung als öffentlich-rechtlichen Vertrag überhaupt, wenn doch wirklich schon alles im Sozialgesetzbuch gesetzlich geregelt ist?

    Bei jedem offiziellen Schreiben des Jobcenters z.B. "Einladung" - eigentlich ja Vorladung - gibt es die Rechtsfolgebelehrung, in der bereits geregelt ist was passiert.

    "Nein, das ist Exekutive."

    Ja richtig. Das Jobcenter ist die Exekutive, also die ausführende Gewalt. Die Gesetze werden von der Judikative, der Politik, gemacht.
    Und diese Gewaltenteilung ist das politische System der BRD.
    Somit ist das Jobcenter als Exekutive NATÜRLICH ein Teil dieses politischen Systems. Das Jobcenter ist Teil dieser Politik.
    Und die Sanktionen sind auch ein Teil dieser Politik.
    Es ist somit Dummheit, wenn gesagt wird "Hier am Tisch sprechen wir nicht über Politik".

    Und natürlich muss die Exekutive sich an die Gesetze halten, die die Legislative gemacht haben. Das bedeutet aber nicht, dass die Exekutive sich hier völlig im luftleeren Raum befindet und alles blind macht was das Gesetz betrifft.

    Denn wer die menschenunwürdigen Gesetze (SGB II) und Bestrafungen (Sanktionen) vollzieht, macht sich auch mit schuldig, wenn diese Gesetze offensichtlich gegen das Grundgesetz verstoßen.

    Und niemand kann sagen, er hätte nichts davon gewusst...


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    1. Die Gesetze werden von der Judikative, der Politik, gemacht.
      sorry, die Politik ist natürlich die Legislative.

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  14. Schlummi's Hinweis >>

    Autor: jobcenteraktivistin
    Alles Verbrecher? Kriminelle Energie in den Jobcentern


    "...Wenn ein Staat seine Beschäftigten erst einmal dazu bringt, Unrecht zu tun, werden sie es (spätestens hinterher) mit den strukturell immer gleichen Vorwänden vor sich selbst „rechtfertigen“ und sich gegenseitig darin bestätigen.

    Hier sind die ersten fünf Kategorien von Vorwänden mit Beispielen (später wurden von der Forschung weitere Kategorien benannt):

    1. Leugnung der Verantwortung: „Ich führe nur Gesetze / Anordnungen aus!“ (Ja, das ist auch die Ausrede der Jobcenter)

    2. Leugnen des Schadens: Zum Beispiel wird bei Leistungsentzug ohne jeden Beleg behauptet, daß die davon Betroffenen geheime Einnahmequellen hätten. Schon das physische Überleben des Leistungsentzuges kann als „Beleg“ herangezogen werden.

    3. Leugnen des Opfers: Zum Beispiel die abstruse Fiktion, daß Erwerbslose sich quasi freiwillig selbst sanktionieren, weil die Sanktion eine Rechtsfolge sei, die quasi automatisch erfolgt, und von den Beschäftigten der Jobcenter nicht etwa verhängt, sondern festgestellt wird. Diese Begrifflichkeiten sind schon im Gesetz selbst angelegt, da exkulpiert sich als erstes der Gesetzgeber mal selbst.

    4. Verdammung der Verdammenden: Wer Kritik übt und die Neutralisierung gefährdet, wird selbst angegriffen. Ein Beispiel ist der Vorwurf, der Inge Hannemann hochoffiziell in einer Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit gemacht wurde, sie würde nämlich mit ihrer Kritik die Sicherheit der Beschäftigten im Jobcenter gefährden.
    Oder: Das Anliegen Erwerbsloser, die zuständige Person beim Jobcenter telfonisch erreichen zu können und zu diesem Zweck die Telefonnummer zu erhalten, wird als unerhörter Angriff auf die Privatsphäre der Beschäftigten dargestellt.

    5. Appell an „höhere“ Bindungen: Selbstverständlich geschieht alles im Interesse des Steuerzahlers und der Allgemeinheit, welche alle beide vor der Ausbeutung durch faule Sozialschmarotzer geschützt werden müssen. Einself..."
    >> https://jobcenteraktivistin.wordpress.com/2017/04/17/kriminelle-energie-jobcenter/

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    1. Hallo Schlummi - das hast Du/die jobcenteraktivistin sehr gut ausgedrückt! Ich hänge es an meine nächsten Jobcenterschreiben neben der Zusammenstellung der Übersetzungen von "Einladung"/"Hilfe" usw. in der Kombi mit ZWANG, die Liste eines "Lügenboykotteurs" ;-)
      Danke Dir!

      Ich füge jetzt auch in den Blogbeitrag das aktuelle Gutachten des Bundestages ein, das mir mindestens drei Leute privat geschickt haben:

      https://www.bundestag.de/blob/497906/f2a6382d0a8b3d3afbf9bb4dffdabc59/wd-6-004-17-pdf-data.pdf

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  15. Ich diskutiere oft mit den Schreibtischtätern auf der Metaebene und kann nur bestätigen, dass diese Mechanismen schon während oder kurz nach deren Taten zu Tage treten. Eine flapsige Arbeitsvermittlerin zeigte mir im Computer Beispiele mit Klarnamen und deren Sanktionen und sagte dabei genau solche Sätze wie: Den haben wir nach der Sanktion nicht mehr gesehen. Der hat wohl andere Einnahmequellen. Ah und hier hat der Mitarbeiter sogar vergessen, nach einer 100% Sanktion weiter zu sanktionieren. Wir kommen manchmal gar nicht hinterher mit dem Sanktionieren.
    Da bleibt einem dann doch die Spucke weg bei soviel kognitiver Dissonanz.

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  16. Also ich glaube ja mittlerweile, mit Hartz4-Beziehern wird in diesen Jobcentern im Grunde genommen ähnlich umgegangen, wie mit "Hirntoten" in Krankenhäusern.
    In dem Moment wo in einem Krankenhaus mit der Zusatzbezeichnung "Transplantationszentrum" bei einem in ihrer Obhut gekommenen Patienten ein sog. Hirntot "festgestellt" wird, ist dieser Patient plötzlich kein Patient mehr, sondern ein potentieller Organspender, ein humanuides Ersatzteillager. :-)
    Und so wird er da dann von den Ärzten auch gesehen und behandelt !

    Und wenn ein Erwerbsloser finanzielle Unterstützung benötigt (weil er vorher verarmt [worden] ist), ist er Wirtschaftlich tot, und wird von den Institutionen - bei denen so ein Erwerbs- und mehr oder weniger Mittelloser üblicherweise landet - als reine Arbeitskraft betrachtet, die nahezu willkürlich verwendet und ge(ver)braucht werden kann. Und das sogar ohne Organ… äh, Arbeitskraft-Spendeausweis.
    Man muss also im Grunde genommen feststellen, dass alle Menschen ohne ausreichend Vermögen einfach nur (potentielle) Sklaven sind.
    Schönen Gruß vom Mammon, würde ich sagen !
    Und der Mammon ist übrigens DAS Werkzeug Luzifers (ihr wisst schon - der gefallene Engel) !

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    1. Korrektur:
      ...potentieller Organspender, ein humanuides Ersatzteillager. :-/

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  17. Also ich habe ein einziges Mal die EGV unterschrieben, ganz am Anfang.
    Danach nie wieder, gleich klipp und klar gesagt:"Ich unterschreibe nichts"
    Drohung mit Verwaltungsakt,....als ob

    Nie passiert

    Konnte das später in meinem Account auch gut nachvollziehen, da diese Sachen in der Jobbörse der Agentur für Arbeit hinterlegt sind.

    Keep on fighting

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  18. In diesem Eingliederungsvereinbarungsvertrag ist die einzige effektive Verpflichtung seitens des Jobcenters offenbar: eine gegebenenfalls vorhandene freie Arbeitsstelle dem Hartz4-Bezieher anzubieten, und Online-Arbeitsgesuchprofile in irgendwelchen Webseiten zu setzen.

    “Bei Nichterfüllung dieser Verpflichtung des “Trägers“ ist ihm innerhalb einer Frist von 6 Wochen das Recht einer Nacherfüllung einzuräumen. Ist eine Nacherfüllung tatsächlich nicht möglich, muss er folgende Ersatzmaßnahmen anbieten: individuelles Beratungsgespräch.“

    Genau das - und nur das sollte ein Hartz4-Bezieher in so einer EGV als Vertragsinhalt für sich selbst (als Rechtsfolge für sich) akzeptieren !!
    Nur das wäre eine Vertragsgrundlage (=Augenhöhe) !!

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  19. Egal welche EGV man sich anschaut, der Text einer EGV ist immer so verfasst, dass ca. 90% der EGV zugunsten der Bundesagentur für Arbeit ausfällt und die restlichen 10% aus nichtssagenden Formulierungen für den ALG II Empfänger zusammengestellt wurden. Der Verweis in den Eingliederungsvereinbarungen auf die Möglichkeit zur Antragstellung für Leistungen (Bewerbungskosten, Fahrkosten, etc.), über den die Bundesagentur für Arbeit bzw. das Jobcenter dann gesondert entscheidet, sind sogenannte "Kann-Leistungen" die aber nicht einforderbar oder einklagbar sind. Das eine Rechtsfolgenbelehrung, also der Teil einer EGV mit dem man Sanktionen "basteln" kann, nichts in einem Vertrag zu suchen hat, sollte jedem Bürger, also auch dem Jobcentermitarbeiter, eigentlich klar sein.

    Dass Sozialgerichte solche Verträge der BA überhaupt vor Gericht zulassen, sagt viel über unsere Sozialgerichte und unseren Staat aus.

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